Aromaölmassage: So kannst du sie lernen und zu Hause durchführen

Liebst du Berührung und schöne Düfte? Dann kann ich dir eine Massage mit ätherischen Ölen sehr empfehlen. Denn kaum etwas lässt uns so entspannen wie eine Massage im stressigen Alltag. Dieser Guide ist genau das Richtige für dich, wenn du erfahren möchtest, wie ätherische Öle bei einer Massage wirken und wie du sie anwendest.


Was ist eine Aromaöl-Massage?


Stell dir vor, du hattest einen richtig stressigen Tag. Und nach nur 30 Minuten wärst du so richtig entspannt und hättest neue Energie getankt. Klingt fast zu schön um wahr zu sein, oder?


Bei einer Aromaölmassage werden ätherische Öle mit Hilfe eines Basisöls sanft in die Haut einmassiert. Was dabei passiert? Körper, Geist und Seele entspannen sich.


Dazu musst du nicht unter Palmen auf Bali liegen, auch bei dir zu Hause ist das möglich. Nicht nur für die Person die massiert, sondern auch für den Masseur ist eine Aromaölmassage ein absoluter Genuss. Und das Beste ist: Auch du kannst es ganz einfach lernen.

Wieso kann eine Aromaöl-Massage die Gesundheit unterstützen?


Eines vorweg: Eine Aromaölmassage ist grundsätzlich für jeden geeignet. Bei schwerwiegenden körperlichen Beschwerden ist ein Besuch bei einem ausgebildeten Masseur zu empfehlen. Dieser kann bei 


  • Darmbeschwerden
  • Migräne oder starken Kopfschmerzen
  • starken Muskelverspannungen
  • Nervenleiden, Schlafstörungen, Angstzuständen


ganz individuell auf den Patienten eingehen und gezielt vorgehen.


Eine Aromaölmassage, auch zu Hause, kann allgemein ein positives Körper- und Lebensgefühl hervorrufen. Durch Zugabe von ausgewählten ätherischen Ölen kannst du die Massage sowohl entspannend als auch anregend wirken lassen.


Ganz wichtig ist die Qualität der Öle. Hier ist entscheidend, dass du um No-Name-Produkte lieber einen Bogen machst. Investiere lieber in 100% reine ätherische Öle, hier hast du länger Freude dran, versprochen!  Als ausgebildete Aroma-Expertin weiß ich um die großen Unterschiede von Qualitäten ätherischer Öle und empfehle dir, auf der Haut nur hochwertige Essenzen wirken zu lassen. 

So kannst Du das Massieren mit Aromaölen lernen: Meine Schritt-für-Schritt-Anleitung


  1. Bereite einen schönen, gemütlichen Ort vor, an dem du massieren möchtest. Sorge auch für eine gedämpfte Beleuchtung und eine wohlige Temperatur. Wer liegt und ruht, kühlt schneller aus und friert. Eine Raumtemperatur von 25 Grad ist ideal.
  2. Erfrage, was dein “Kunde” sich wünscht. Gibt es Stellen die besondere Aufmerksamkeit brauchen oder nicht berührt werden sollen? Soll die Massage eher Energie spenden oder beruhigend sein? Je konkreter du fragst, desto besser kannst du das passende ätherische Öl und die Massagetechnik einsetzen.
  3. Wähle 2-3 ätherische Öle aus, die zur Massage eingesetzt werden sollen.
  4. Stelle dir deine Materialien bereit. Achte darauf, dass das Basisöl und die Fläschchen der ätherischen Öle griffbereit sind . So bleibst du im “Massage-Flow”.
  5. Sei einfühlsam und kreativ. Was würdest du als angenehm und wohltuend empfinden? Sanftes Streichen, kreisende Bewegungen, kneten, klopfen? Erlaubt ist, was das Wohlbefinden steigert und einen Zustand von Entspannung zulässt. “Ist es dir angenehm oder soll ich das anders machen?” ist konkret und lässt aufrichtiges Feedback zu.


Auch eine 5-Minuten-Massage, die du mit Aufmerksamkeit und Liebe gibst, kann der anderen Person Kraft für den ganzen Tag geben.

So kannst du die Massage im Alltag anwenden


Ob morgens eine schnelle energetisierende Fussmassage um gut in den Tag zu starten oder eine ausgedehnte Gesichtsmassage zur Entspannung. Neben der klassischen Rückenmassage, hier meine 5 liebsten Aromaölmassage-Tipps im Alltag:


  • Gesichtsmassage 

Hier können Blütenöle wie Ylang Ylang, Neroli oder Rose übermäßige Talgproduktion hemmen und dem Teint einen schönen Glow geben. Mische dafür einen Tropfen in deine Gesichtscreme oder Öl. Eine sanfte Massage des Gesichts wirkt besonders am Abend sehr entspannend.

  • Fussmassage am Morgen

Wer morgens schlecht in die Gänge kommt, ist mit energetisierenden ätherischen Ölen gut beraten. Limette oder auch Ingwer können richtig Schwung bringen. Mische dafür einen Tropfen ätherisches Öl in eine Fußcreme und reibe deine Fußsohlen damit ein. Los geht´s.

  • Nacken oder Schultermassage

Bei Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich ist eine Massage mit Lavendelöl eine echte Wohltat. Zwei Tropfen in ein Trägeröl deiner Wahl mischen und streichen und kneten. Spürst du schon die Besserung?

  • Kopfmassage

Ob mit ätherischem Öl oder einfach so, eine Kopfmassage kann stresslösend und wohltuend sein. Kann zu schnurrenden Geräuschen führen.

  • Erotische Massage

Besonders im Intimbereich hat Einfühlsamkeit  höchste Priorität. Hier sind mentholhaltige Öle ein No-Go. Ätherische Öle wie Patchouli, Cardamom und Sandelholz sind auch für Schleimhäute unbedenklich und wirken aphrodisierend.

Diese Hilfsmittel machen deine Massage mit Aroma-Ölen noch schöner


  • Massagebank

 Ist eine Investition, klar! Macht aber bei regelmäßigen Massagen absolut Sinn. Aber zu Beginn reicht auch eine Yogamatte oder ein gemütlicher Teppich. Wichtig ist, dass die Unterlage weich und fest ist.

  • Basisöle

Hier kann jedes fette Öl verwendet werden, es dient den ätherischen Ölen als Träger und macht das Eindringen in die Haut erst möglich. Ich nutze gerne Aprikosenkernöl, ein gut verträgliches Öl für alle Hauttypen. Aber auch Mandel-, Jojoba-, oder Sesamöl sind passende Massageöle.

  • Musik/ Soundkulisse

Meeresrauschen, Naturgeräusche oder lieber ruhige Klaviermusik? Sicher findest du das passende Musiksetting für euch.

  • Baumwolltuch und Decke

Bedecke die Körperteile, die du gerade nicht massierst mit einem Tuch oder einer Decke. Das verhindert das Auskühlen und wird als angenehmen empfunden, da nicht “zu nackt”.


  • Hochwertige ätherische Öle

Achte auf Qualität und investiere lieber in einige richtig gute 100% reine ätherische Öle. Dosiere diese sparsam, das verhindert Hautirritationen und trotzdem wirken die Essenzen mit sanfter Kraft.


Extra-Tipp: Störfaktoren wie Handy und Co bitte ausschalten. Keine Ablenkung für dich oder deine “Klienten”, am besten Flugmodus einschalten. So könnt ihr Beide die Massage 100% genießen.

Diese ätherischen Öle sind besonders zur Aromaölmasage geeignet


  • Entspannende Öle: Lavendel, Vetiver, Ylang Ylang
  • Anregende Öle: Wild Orange, Zitrone, Grapefruit
  • Aphrodisierende Öle: Patchouli, Zimt, Cardamom, Rosengeranie


Tipp: Wenn du eines dieser Öle in der Massage anwendest, erwähne die Wirkung eines bestimmten Öls ( “Vetiver hat eine erdende Wirkung, es wird dich schnell in einen entspannten Zustand bringen. Lass dich mal fallen”)


Hinweis: Zitrusöle können in Kontakt mit Sonne die Haut stark reagieren lassen und zu Verbrennungen führen. Bitte nach der Massage mit Zitrusölen nicht in die Sonne gehen.



Was sind Aromaöle?


Ätherische Öle sind aromatische Verbindungen aus Pflanzenteilen. Gewonnen werden sie aus Schalen, Wurzeln, Samen, Blättern oder aus der Rinde einer Pflanze. Ätherische Öle sind nicht “ölig” und benötigen ein Trägeröl, (siehe nächster Punkt) um zur Massage verwendet zu werden.


Alle natürlichen ätherischen Öle haben sowohl psychische als auch körperliche Wirkungen. So können sie z.B. anregen, beleben, entspannen, konzentrationsfördernd oder nervenstärkend sein. Körperliche Wirkungen können z.B. antibakteriell, antiviral, entkrampfend, entzündungshemmend oder schmerzstillend sein.

Welches Basisöl ist das Richtige?


Trägeröle haben unterschiedliche Wirkweisen und es gibt eine große Auswahl in Drogeriemärkten, Apotheken und in Bioläden. Eine Bio-Qualität ist hier empfehlenswert. Diese Auswahl an Basisölen ist für die meisten Hauttypen gut verträglich und preislich im mittleren Bereich. Beim Anwenden ätherischer Öle auf der Haut, wird immer ein Trägeröl verwendet. Das schützt vor Nebenwirkungen und das ätherische Öl kann viel sparsamer verwendet werden.


  • Avocadoöl: zieht schnell ein und ist besonders gut verträglich. Sehr fett, daher gut bei trockener Haut.
  • Jojobaöl: geruchsneutral, zieht gut ein, für alle Hauttypen geeignet, gut hautpflegend.
  • Kokosöl: kann starken Eigengeruch haben, stärkt das Immunsystem, gut bei Neurodermitis, schenkt Feuchtigkeit.
  • Mandelöl: sehr gut verträglich, beruhigend, gut bei juckender Haut.
  • Sesamöl: recht teuer, wundheilend, wärmend ( nicht bei Neurodermitis anwenden)
  • Aprikosenkernöl: strafft das Gewebe, zieht gut ein, gut verträglich für alle Hauttypen, wird recht schnell ranzig.


Fazit: Bei der Aromaölmassage sollte vor allem eines nicht vergessen werden: Der Spaß an der Sache. Wenn du das nicht aus dem Blick verlierst, kann es nur ein schönes Erlebnis werden.